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Mein Deutsch wird nicht mehr besser

"Und das ist ein Problem, weil mich meine Kollegen nicht verstehen und wir dadurch alle unsere Arbeit nicht effektiv machen können."


Das hat mir Krasimir in unserem ersten Gespräch erzählt. Er arbeitet in einem verantwortungsvollen Job bei einer Betriebsfeuerwehr. Für ihn und seine Kollegen ist die schnelle und verständliche Kommunikation sehr wichtig.


Und obwohl Krasimir bereits seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, musste er an seinem Deutsch arbeiten. War das überhaupt möglich?




Transkript


Mein Deutsch wird nicht mehr besser. Und das ist ein Problem, weil mich meine Kollegen dann nicht verstehen und ich dadurch meine Arbeit nicht effektiv machen kann bzw. sie auch. Das war das Problem bei Krasimir. Er arbeitet bei einer Betriebsfeuerwehr. Das sind Spezialeinsatzkräfte, die in solchen Situationen eingesetzt werden, wenn es wirklich zu Extremsituationen kommt.


Zum Beispiel bei einer großen Explosion oder wenn irgendwelche Chemikalien auslaufen in einem Betrieb. Diese Spezialkräfte werden extra dafür ausgebildet und müssen dann ganz schnell in solchen Situationen reagieren. Du kannst dir vorstellen, dass es ein sehr stressiger Job ist und vor allem, dass dabei auch die Kommunikation ganz wichtig ist, denn wenn die Feuerwehr untereinander nicht richtig kommuniziert, dann wissen die anderen im Team nicht, was sie tun sollen oder wo sie sein müssen. Es kann zu fatalen Fehlern kommen, gerade wenn es um Menschenleben geht.


Das war dann auch das Feedback an Krasimir. Leider haben ihn seine Kollegen am Funk nicht verstanden und die haben sich dann beim Chef beschwert und als er dann dieses Feedback bekommen hat, hat sich Krasimir dann gesagt, ja, aber was soll ich anders machen? Er hat versucht, deutlicher zu sprechen, langsamer zu sprechen. Er hat sich genau an die Anweisungen gehalten wie man am Funk spricht, wie man die Kommandos sagt, in welcher Reihenfolge und trotzdem haben die Kollegen immer wieder gesagt, wir verstehen ihn nicht.


Das war natürlich eine sehr schwierige Situation für ihn, weil er schon seit 20 Jahren in Deutschland ist, mehrer Kurse hinter sich hat. Er selbst sagt, dass er zwischen C1 und C2 ist. Das ist schon ein sehr hohes Niveau. Darüber hinaus hat er auch immer weiter gelernt. Er hat für diese Ausbildung, für diesen Job, eine extra Ausbildung gemacht. Er hat sich immer Mühe gegeben, hat immer von den anderen gelernt, sie imitiert und dann jetzt so ein Feedback zu bekommen, dass sie ihn nicht verstehen, das konnte er auch wirklich nicht verstehen. Und er wusste auch gar nicht, was er ändern soll an seiner Sprache.


Das hat dann dazu geführt, dass er noch zurückhaltender geworden ist, dass er wirklich nur das Allernötigste gesagt hat aus Angst davor, wieder Fehler zu machen und nicht verstanden zu werden.


Dadurch hat sich aber die Situation auch nicht gebessert und irgendwann hat sein Chef gesagt: Krasimir, wir schätzen dich sehr als Fachmann und wir würden gerne einfach mal etwas unternehmen. Du musst dich verbessern. Wir können uns das nicht leisten, dass die Kollegen dich nicht verstehen, deshalb würden wir für dich ein extra Training buchen, das genau das bei dir schult. Du sollst wirklich deinen Akzent, deine Aussprache verbessern. Daraufhin hat sich die Personalerin bei mir gemeldet und hat mir die Situation geschildert, ich sollte ihn also dann möglichst schnell dazu bringen, deutlicher zu sprechen, dass die Kollegen ihn wieder verstehen.


Das Bedenken bei Krasimir war aber, dass er vielleicht schon aus diesem Lernalter raus ist. Dass er vielleicht nicht mehr so schnell lernen kann oder dass es vielleicht bei ihm gar nicht gehen würde. Er hat gesagt, dass er sprachlich nicht begabt ist, dass er kein Talent ist. Er hatte zwar Bedenken, also er hat sich gefreut, dass sein Arbeitgeber ihn unterstützen will, aber trotzdem hatte er Angst, ihn auch zu enttäuschen, weil er sich gedacht hat, was ist, wenn es bei mir nicht klappt, was ist, wenn ich das wirklich nicht schaffe.


Er hat auch selbst erzählt, in seinem Alltag ist es wirklich schwierig, jetzt auch noch Zeit zum Deutschlernen zu finden. Manchmal hat er 24-Stunden-Schichten. Er muss täglich auch trainieren, um fit zu bleiben für seinen Job und dann auch noch da zu sitzen und Deutsch zu lernen. Er hat gesagt, ich kann das jetzt nicht wirklich da mit irgendwelchen Büchern zu sitzen und wieder zu schreiben wie in der Schule.


Ich konnte schon sehen, dass da ganz viele Bedenken sind. Deshalb mussten wir auch solche Übungsformen wählen und so eine Strategie wählen, die es ihm erlaubt hat, tatsächlich das Lernen viel einfacher in seinen Alltag zu integrieren. So, dass er auch nebenbei seinen Job machen konnte und Freude am Lernen hat. Du kannst dir vorstellen, bei so jemandem, der Auszeichnungen in Karate und Judo hat, top Schwimmer ist, also jemand, der topfit ist physisch, bei ihm mangelt es nicht an Disziplin und Ausdauer.


Das heißt, es waren wirklich die richtigen Lernformen, die richtigen Übungen, die auch so gewählt sind, dass er wieder Freude daran hat und nicht das Gefühl hat wie in der Schule, da mit den Büchern zu sitzen und lernen zu müssen. Das haben wir auch gemacht. Wir haben dir richtige Strategie gewählt und nach einer Woche war er mega begeistert. Er war so froh und hat an seinen freien Tagen manchmal bis zu 10 oder 12 Stunden gelernt. Ich habe das am Anfang gar nicht geglaubt, ich habe gedacht, kein Mensch sitzt da 10 Stunden am Stück und lernt. Das würde ich so auch niemandem empfehlen, so lange am Stück zu lernen. Das hat ihm einfach so viel Spaß gemacht, er wollte einfach so schnell wie möglich vorankommen, er hat einfach weitergemacht und weiter gelernt und wieder Freude daran gehabt, wie nie zuvor.


Und bei so einem Einsatz kannst du dir auch vorstellen, dass die Ergebnisse nicht ausgeblieben sind. Nach dem Zwischenfeedback nach sechs Wochen, hat er selbst berichtet, dass die Kollegen ihn viel besser verstehen, dass sie dann einfach zu ihm sagen, Mensch, wir verstehen dich jetzt endlich! Das hat ihn motiviert, weiter zu machen und nicht nur das. Er ist wirklich aus sich herausgekommen. Er hat dann mit viel mehr Freude kommuniziert und die Initiative ergriffen, Unterweisungen gegeben. Das sind Schulungen für seine Kollegen, für andere Mitarbeiter. Diese Freude am Lernen und diesen Erfolg, den er gespürt hat, hat dazu geführt, dass er jetzt auch ganz neue berufliche Perspektiven hat. Obwohl er am Anfang geglaubt hat, dass er kein Sprachtalent ist und vielleicht schon aus dem Lernalter raus ist.


Das heißt, man kann wieder die Freude am Lernen finden, man kann sich verbessern mit der richtigen Strategie, wenn man auch die passenden Übungen dazu wählt und gezielt daran arbeitet, was man auch wirklich können muss oder möchte.


Wenn du auch Zweifel hast oder dir denkst, dein Deutsch wird nicht mehr besser, dann lass uns miteinander reden und die passende Strategie für dich finden, damit du auch wieder Freude daran hast, Deutsch zu sprechen und dich einzubringen mit deinen eigenen Ideen in Alltagssituationen, die für dich wichtig sind.


Dazu kannst du auf meine Webseite gehen www.germanskills.com und dich für einStrategiegespräch eintragen.


Ich freue mich auf dich!




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