Auszeit in Aachen: Zeit für eine neue Lern-Perspektive
Ach, Aachen!
Aus meinem ME-Wochenende wurde spontan ein WE-Wochenende. Denn was ich für mich lernte, teile ich gerne mit. Trifft es nicht auf uns alle zu?
Das Erlebte wird immer zum Thema weiterer Gespräche oder dient uns als Impuls dazu, über etwas nachzudenken, etwas zu verändern oder uns anders zu fühlen.
Also begann diese persönliche Reise mit dem Neumond in der Jungfrau 🌑 ♍️, was astrologisch Neubeginn in zwei großen Lebensbereichen für uns alle bedeutet: Gesundheit und Arbeit.
Wie der Zufall das so will, wurde ich ausgerechnet an diesem Wochenende zu einem Gesundheitsfestival eingeladen, zu dem mich noch ein paar geschätzte Kunden aus der Gegend begleitet haben, die sich auch stark für diese Themen interessieren. Was für ein toller Einlass, uns wieder mal live zu treffen!
Deshalb Aachen (3 Takeaways):
1. Die Inspo: 💦👑
Gesundheit und Wohlbefinden waren nicht nur die Gründe meines Besuchs in Aachen. Das waren auch die Gründe des Gründers der Stadt - Kaiser Karl der Große!
Zufall? Ich denke nicht.
Er erbaute seine Residenz in Aachen nicht, weil er den nächsten strategischen Schritt plante, sondern alleine um seine Rheuma-Schmerzen im Thermalwasser zu lindern. Sein Wohlbefinden stand im Mittelpunkt – und davon profitierten direkt und indirekt alle in seinem Umfeld, die das mitgenossen.
So können wir doch heute noch kaiserlich denken.
Wenn sich selbst ein Kaiser lieber ins Thermalbad setzt, anstatt an wichtigere Dinge zu denken, sollten wir das vielleicht auch tun.
Wahre Kraft entsteht durch Wohlbefinden. Und nicht umgekehrt.
Oder ist Gesundheit etwa der wahre strategische Schachzug jeder gewinnbringenden Planung? 🤷🏻♀️
2. Das Beste vom Besten: 🎁
Jeder Ort hat seine kulinarische Spezialität. Hier sind es die Aachener Printen im Schaufenster: Was sich wohl hinter dem schwarzen Banner versteckt? Es bleibt das süße Geheimnis der Aachener.
Ich wollte unbedingt kosten, was die echte Handwerkskunst zu bieten hat.
Die vielen Stunden des Knetens und Reifenlassens, die nötig sind, damit etwas wirklich Substanz entwickelt.
Das gilt für das Bäckerhandwerk genauso wie für eine Sprache.
Das Ergebnis lässt man sich gerne auf der Zunge zergehen.
3. Das Mitgewonnene: 🌿💃
Am Gesundheitsfestival haben wir viel Neues gelernt, selbst erprobt, gekostet, uns ausgetauscht, gestaunt und geschwitzt – über Atemtechniken, die Magie des Sauerteigbrots, traditionelle Stickerei als schützende und meditative Praxis, die Naturessenzen von Dr. Bach, heilende Pilze, Yoga, Pilates, Paneurythmie, Neurografik und die Krönung des Tages: Tanzen.
Das gemeinsam zu erleben, hat unglaublich viel Freude gebracht. Und uns daran erinnert, dass Wissen alleine nichts wert ist, solange man es nicht mit anderen teilt und anwendet.
Genau hier schloss sich der Kreis für mich zu meiner Arbeit bei GermanSkills – mit folgender Erkenntnis:
Lernen führt im Kern über verschiedene Wege zur Gesundheit.
Und das brachte mich zum Nachdenken:
Wie definieren wir gesundes Deutschlernen?
Gesundheit ist so ein individuelles Thema.
So ist auch das Deutschlernen.
In der Lern-Industrie verhalten wir uns auf Social Media oft wie diese Konditorei-Geschäfte aus dem Foto: Wir bieten bunte Gratis-Pralinen an – kleine Wortschatz-Häppchen, schnelle Grammatik-Fixes und mundgerechte Aussprache-Hacks. Toll verpackt. Super als Geschenk geeignet. Schmeckt im ersten Moment, erzeugt kurz Aufmerksamkeit...
Aber sprachliche Sicherheit und eine authentische Wirkung baut man nicht mit Probehäppchen aus der Vitrine auf. Dafür braucht es das ganze Stück. Zeit, Sinnlichkeit, echtes Handwerk – und den Mut, sich an den gedeckten Tisch zu setzen.
Auf dem Lern- und Erkenntnisweg geht es also nicht nur schlicht darum, möglichst viel mitzunehmen, sondern uns bewusst mit dem auseinanderzusetzen, was uns beschäftigt, was zu uns passt und was uns darin unterstützt, den eigenen Weg zu erkennen und zu gehen.
Lassen wir also die schönen Häppchen beiseite, von denen man sich nicht satt essen kann.
Ich lade dich dazu ein, über deine Sprachgesundheit einheitlich zu reden:
Es ist dein Thema und deine Stimme, die den persönlich gedeckten Tisch verdienen. Lass uns dran setzen und ihn gemeinsam einrichten.


